Quereinstieg in die Softwareentwicklung.
Ausbildung, Umschulung, Studium oder Weiterbildung: Es gibt mehrere Wege in die Softwareentwicklung. Die amtliche Statistik zeigt, was auf welchem Anforderungsniveau verdient wird, und dass ein Masterabschluss keine Voraussetzung für ein gutes Gehalt ist.
Vier Wege in den Beruf.
- Ausbildung: Die duale Ausbildung zum Fachinformatiker oder zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung dauert laut Ausbildungsverordnung drei Jahre.
- Umschulung: Erwachsene können den Abschluss in einer Umschulung erwerben, die meist kürzer ist als die Erstausbildung.
- Studium: Informatik, Wirtschaftsinformatik oder ein verwandter Studiengang.
- Weiterbildung: Kurse und Bootcamps vermitteln Grundlagen, führen aber zu keinem anerkannten Berufsabschluss. Die Agentur für Arbeit kann zugelassene Weiterbildungen mit einem Bildungsgutschein fördern.
Was die Statistik zum Anforderungsniveau sagt.
Die Bundesagentur ordnet jede Stelle einem Anforderungsniveau zu. Es beschreibt, wie komplex die Tätigkeit ist, nicht welchen Abschluss die Person hat. In der Softwareentwicklung gibt es drei Niveaus:
| Anforderungsniveau (KldB 2010) | Median | unter 25 Jahre | Tätigkeit | Beschäftigte |
|---|---|---|---|---|
| Fachkraft (43412) | 55.000 € | 43.000 € | fachlich ausgerichtete Tätigkeiten, in der Regel nach einer Berufsausbildung | 20.510 |
| Spezialist (43413) | 81.000 € | 48.000 € | komplexe Spezialistentätigkeiten, etwa nach Meister, Techniker oder Bachelor | 38.910 |
| Experte (43414) | 76.000 € | 50.000 € | hoch komplexe Tätigkeiten, in der Regel nach einem Hochschulstudium | 202.128 |
Median, brutto im Jahr; Monatsmedian mal zwölf, auf 1.000 € gerundet. Deutschland, alle Branchen. Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2025, abgerufen am 22.10.2026.
Auffällig: Auf dem Spezialisten-Niveau liegt der Median mit 81.000 € über dem Experten-Niveau mit 76.000 €. Das höhere Gehalt hängt also an der Tätigkeit, nicht zwingend an einem Master- oder Diplomabschluss. Die Statistik nennt keine Gründe; das Experten-Niveau ist mit 202.128 Beschäftigten die mit Abstand größte Gruppe.
Mit welchem Gehalt du rechnen kannst.
Auf dem Fachkraft-Niveau, also typischerweise nach Ausbildung oder Umschulung, liegt der Median unter 25 Jahren bei 43.000 €, zwischen 25 und 54 Jahren bei 57.000 €. Da viele Quereinsteiger älter als 25 sind, ist der zweite Wert für sie die bessere Orientierung, auch wenn er Beschäftigte mit langer Erfahrung einschließt.
Mit wachsender Verantwortung bewegst du dich in die Niveaus Spezialist und Experte. Die Werte für die einzelnen Rollen findest du auf den Rollenseiten, etwa beim Softwareentwickler.
Wie der Einstieg gelingt.
Aus unserer Vermittlungspraxis sehen wir, was Quereinsteigern den Weg erleichtert. Das ist eine Einordnung, keine Statistik:
- Eigene Projekte zeigen. Ein Projekt, das läuft und das du erklären kannst, sagt mehr als eine Liste von Kursen.
- Vorwissen nutzen. Wer aus Logistik, Verwaltung oder Technik kommt, kennt die Abläufe, für die Software gebaut wird. Arbeitgeber aus dieser Branche schätzen das.
- Mit Betreuung starten. Eine erste Stelle in einem Team mit erfahrenen Entwicklern bringt dich schneller weiter als ein Einzelprojekt.
Kurz beantwortet.
Was verdient ein Quereinsteiger in der Softwareentwicklung?
Brauche ich ein Masterstudium, um gut zu verdienen?
Wird eine Umschulung gefördert?
Woher die Zahlen stammen.
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas — Bruttomonatsentgelte sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter, Stichtag 31.12.2025
- Bundesagentur für Arbeit, Klassifikation der Berufe (KldB 2010) — Berufsgattungen und Anforderungsniveaus
- Fachinformatikerausbildungsverordnung (FIAusbV), § 2 — Dauer der Berufsausbildung
- Bundesagentur für Arbeit, Förderung der beruflichen Weiterbildung — Bildungsgutschein
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